Hans Wagners Naturseite

„Sag ich's euch geliebte Bäume – der Baum in der Trippstadter Landschaft"

Fotos Ute Knieriemen-WagnerZur neuen Sonderausstellung ab Mai 2013

 

Die Sonderausstellung „Sag ich's euch geliebte Bäume – der Baum in der Trippstadter Landschaft", soll unter anderem darauf aufmerksam machen, dass Bäume eben doch mehr als nur eine Ansammlung von Hölzern sind. Ja, dass Bäume und der Wald insgesamt, ein Gleichnis sein können, für das Zusammen-leben der Menschen. Frederico Hindermann schrieb dazu:

 

„...der Wald ist deshalb eine Gemeinschaft, vor der wir Ehrfurcht empfinden, weil darin Jungwuchs und Altholz und Überständer beisammen wohnen, so wie in der rechten Ordnung der Menschen Kinder und Greise einander die Hand reichen sollten. Liebend schauen wir die Bäume an. In all dem Wechsel und Austausch schenken sie uns Bewahrung; sie sind ein Sinn; ein Vorbild in unserer immer wieder verzweifelnden, immer wieder neu belebten Hoffnung auf ewige Dauer".

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Der Aschbacherwald

Osterheld Brunnen – Zeichnung/Copyrights Ute Knieriemen-WagnerEin Wald erzählt Geschichten – Geschichte wird erwandert

 

Wir betreten geschichtlichen Boden, wenn wir uns auf eine Wanderung durch den Aschbacherwald begeben. Er ist ein seit Jahrhunderten klar begrenztes Gebiet, dessen alte Grenzsteine auch heute noch fast vollständig vorhanden sind. Im Norden bildet die Strasse Kaiserslautern - Mölschbach, im Westen, die Strasse Kaiserslautern – Trippstadt die Grenze. Unterhalb von Langensohl zieht die Südgrenze durch eine Senke von West nach Ost. Die Begrenzung im Osten zieht sich über den Logweg und den Kamm des Hirschsprungs nach Norden und trifft östlich des Weiherfelderhofes wieder auf die nördliche Begrenzung. Diese Grenzen, deren Steine mit GW/AW – 1662 (Grafschaft Wartenberg – Aschbacher Wald) bezeichnet sind, markieren ein wunderschönes Waldstück im Wilensteiner Land.

 

Drei schöne alte Waldbrunnen liegen in diesem Wald. Der versteckte, schon mystisch anmutende Felsenbrunnen, der bekannte Candidusbrunnen und der Osterheldbrunnen.

 

Der Trippstadter Heimatforscher Kurt Knebel schrieb über den Felsenbrunnen: „Um 1890 wurde der Laufbrunnen hergerichtet. In einem Bergabschnitt am Steilhang, von großen Felsbrocken umgeben, wurde die Quelle gefasst. Das Wasser kommt aus einer Felsspalte und fließt durch ein Rohr in einen Sandsteintrog, der vor einer kleinen Trockenmauer aus Sandsteinen steht. Ein behauener Sandstein mit der Inschrift „Felsenbrunnen" befindet sich über dem Wasserlauf. Von diesem Trog geht der Wasserfluss in einer unter dem Boden verlegte Dränage von etwa 5 m Länge, um den Platz vor dem Brunnen trocken zu halten, bis an den Berghang. Das Wasser läuft als kleiner Bach den Berghang hinunter und dann über den Hornungsbach in den Aschbach ab".

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Der Schlüssel des Frühlings

Zeichnung/Copyrights Ute Knieriemen-WagnerHeute habe ich eine schöne Wanderung durch die frühlingshafte Trippstadter Landschaft unternommen. Überall kann man nun die Frühlingsboten bewundern. Blaue Krokusse, die gelbe Blüte der Kornelkirsche und auch die Schlüsselblumen blühen bereits. In den Waldwoogen haben schon die Frösche abgelaicht und laut dringt der Ruf des Schwarzspechts durch den Forst. Die ganze Natur befindet sich in Frühlingsstimmung. Am meisten aber erfreute mich die Blüte der Schlüsselblumen. Sie öffnen die Tore des Frühlings! Der Volksmund nannte sie Himmelsschlüssel, den Germanen glich der Büschel gelber Schlüssel-blumenblüten einem Schlüsselbund.

 

Sie waren der Göttin Freya geweiht und sie allein hatte die Schlüsselgewalt, mit der die kosmischen Zeiträume geöffnet und wieder geschlossen wurden. Für unsere germanischen Vorfahren waren diese Blumen daher Zauberpflanzen. Doch auch das Christentum wusste um das Geheimnis der Schlüsselblumen. So erzählt eine alte Sage folgendes: eines Tages versuchte der Teufel in den Himmel zu schleichen. Ganz leise und behutsam pirschte er sich heran. Als Petrus den Schatten des Himmelsfürsten sah, erschrak er so sehr, dass ihm der Schlüsselbund aus den Händen glitt und auf Erden fiel. Als die Schlüssel den Boden berührten, verwandelten sie sich in Schlüsselblumen.

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Vorfrühling im Pfälzerwald

Märzenbecher am Candidusbrunnen Zeichnung /Copyrights Ute Knieriemen-WagnerHornung nannten ihn die Altvorderen, sein Herz ist die Narrenzeit. Die altdeutsche Wortform Hornung bedeutet „Bastard" oder „verschnitten", denn der Februar wurde schon früh mit weniger Tagen als die anderen Monate angesetzt.

 

Wer dem wilden Treiben des Faschings entfliehen will, der sollte in diesen Tagen die Wälder um Trippstadt aufsuchen.

 

In einsamen und idyllischen Waldtälern findet der Wanderer hier Stille und Kontemplation. Ist der Februar mild, finden sich nun die ersten Vorfrühlingsblüher. Bereits Mitte Februar kann man die ersten gelben Blüten des Huflattichs entdecken aber auch den ebenfalls gelben Winterling sowie das Schneeglöckchen und den Märzenbecher.

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Eine naturmystische Wanderung durch die Trippstadter Wälder

Zeichnung Ute Knieriemen-WagnerDer Wald mit seinen großartigen Naturerscheinungen hat für alle nur möglichen Fragen eine Antwort parat. Wenn wir in die Tiefen der Wälder eindringen, überkommt uns da nicht Respekt vor den alten Baumriesen, die hier und da noch zu finden sind? Und so kann es passieren, dass wir uns plötzlich in einer romantischen Welt wiederfinden, dass wir im Wald einen friedvoll in sich ruhenden Erdentag genießen und ihn als eine mütterliche Hülle des Lebens erahnen, als Spiegelung unserer eigenen Empfindungen und Gefühle, als unberührte Natur, die uns den ewigen Rhythmus des „Werden und Vergehens“ erzählt.

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Mensch und Baum – eine uralte Beziehung

Eibenelfe Aquarell von Ute Knieriemen-WagnerZu jeder Jahreszeit haben Bäume ihre besondere Ausstrahlungskraft. Jetzt im Winter, da sie ohne Blätter sind, wirken sie besonders ausdrucksstark. Ja, es scheint so, als würden sie uns gerade in der kalten Jahreszeit ihr Wesen besonders ausgeprägt mitteilen. Geäder und Struktur ihrer Rinde, ihre knorrigen Äste, ihr Echsenstamm und die mächtigen Kronen können wir jetzt besonders genau studieren.

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Über die Kunst des meditativen Wanderns - Der Wald als Psychotherapeut

Titel: Der innere Drachen Aquarell: Ute Knieriemen-WagnerWandern ist Erlebnis. Therapie auch. Die Verbindung von Wandern und Therapie kann ich nur erfahren und erleben, wenn ich selbst wandere, weil ich mich dann selbst erfahre und bemerke, dass Wandern eine innere und äußere Angelegenheit ist.  

 

Als Wanderführer ist es meine Aufgabe Menschen durch den Wald zu führen und dabei mit den Gästen Gespräche zu führen. Es liegt in der Natur der Sache, dass Menschen während einer Wanderung durch die Natur tiefere Gespräche führen, als wenn sie sich gerade mal auf der Straße oder in einem Café treffen. 

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Der Trost des Waldes - Gedanken eines Waldgängers

Titel: Sophie, Königskerzenelfe Aquarell: Ute Knieriemen-WagnerWer in den Wäldern lebt, sieht den Wald anders als jemand der in der Großstadt lebt. Es gibt ihn, den Unterschied zwischen dem Stadtmenschen und dem Naturmenschen und so gibt es auch verschiedene Weisen die Natur zu sehen und zu erfassen. 

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Trippstadter Kohlenbrennerfest 2012 - Altweibersommer im Trippstadter Wald

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerDie Arbeiten am Meilerplatz in Trippstadt haben begonnen. Ziel ist es, eine dauerhafte, ganzjährige Einrichtung mit Ausstellungsobjekten zu schaffen. Neben der Ausstellung über Waldköhlerei mit Bildern und Dokumenten, die schon 2011 am Meilerplatz zu besichtigen war, wird in Zukunft ein Schaumeiler, eine Köhlerhütte und einige Schautafeln die Geschichte Trippstadts lebendig veranschaulichen und Einblicke in die Entwicklungsgeschichte der Köhlerei geben.

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Wenn Steine Geschichte erzählen: Von Menhiren, Grenzsteinen und Rittersteinen im Pfälzerwald

Zeichnung von Ute Knieriemen-Wagner„Die von Menschenhand aufgerichteten Steinblöcke von meist schlanker, spindelartiger Form haben ihre Bedeutung sicher im religiösen Bereich, in der Verehrung von heiligen Steinen. So muss allen Menhiren ein Gedanke zugrunde gelegen haben, der in Zusammenhang mit den Kultstätten der westeuropäischen Megalithkultur des 3. vorchristlichen Jahrtausends zu suchen ist“, schreibt die Geschichtshistorikerin Gisela Graichen in ihrem berühmten „Kultplatzbuch“, das unter anderem auch eine kleine Auflistung, wenn auch nicht vollständige, über Kultplätze und Menhire im Pfälzerwald enthält.

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Tiere des Trippstadter Waldes - Die Wildkatze ein Schmuckstück unserer Wälder

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerSie ist ein Schmuckstück unserer Wälder, die wunderschöne doch sehr scheue Wildkatze (Felis silvestris). Selbst erfahrene Naturliebhaber sind nicht imstande, eine echte Wildkatze sofort mit absoluter Sicherheit zu erkennen; denn so groß sind die Unterschiede zur Hauskatze nicht. Das Fell der Wildkatze hat mehr ein „Tigermuster“, während das der Hauskatze ein „Marmelmuster“ aufweist. Der verhältnismäßig dicke und buschige Schwanz der Wildkatze spitzt sich nicht zu, sondern endet stumpf, so dass er wie abgehackt aussieht. Außerdem ist die Wildkatze etwa ein Drittel größer als die Hauskatze.

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Wenn es still wird in den Wäldern

Aquarell von Ute Knieriemen-Wagner„Neblung“ nannten ihn die Altvorderen. Nie scheint das Jahr so dunkel empfunden zu werden wie im Nebelmond, jenem Monat den wir heute November nennen.

 

Aus der christlichen Tradition heraus gesehen ist es der Monat des Heiligen Martin von Tours. In vielen pfälzischen Dörfern finden nun die traditionellen Martinsumzüge statt. Das Fest des Heiligen Martins wurde nicht zufällig auf den 11. November gelegt. An diesem Tag feierten die Römer das „Fest des neuen Weines“. Dieses Fest wurde auch in der Pfalz von den Römern gefeiert und als das Christentum hier zunehmend Fuß fasste, weihte man den neuen Wein eben dem Heiligen Martin.

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Wo einst Könige, Fürsten und Freiherren wanderten - eine Wanderung zur historischen Amseldell im Trippstadter Wald

Zeichnung von Ute Knieriemen-Wagner

Der griechische Philosoph Aristoteles schrieb einmal: „Die Heimat des Philosophen ist der Ort wo er denken kann.“

 

Nun, es ist wahrscheinlich auch der Ort wo man sich besonders wohlfühlt, wo man Wurzeln ziehen kann. Ein Stück Erde das man liebt. Es ist einem bewusst, dass es einen Ort gibt an dem man sich zuhause fühlt. In dem Wort Heimat schwingt etwas religiöses mit, selbst bei jenen Menschen die Heimat als etwas altbackenes bezeichnen und sich über das Heimatgefühl erhaben glauben. Die innige Verwurzelung des Menschen mit seiner Heimat ist nicht in irgendeiner Ideologie sondern in einem natürlichen Zwang begründet. 

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Alle Wege führen nach Johanniskreuz

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerWandern in Johanniskreuz

Wandervergnügen pur verspricht die waldreiche Landschaft um Johanniskreuz. Egal nach welcher Himmelsrichtung sich der Wanderer bewegt und zu welcher Jahreszeit man Johanniskreuz aufsucht. Schnell merkt der Besucher, dass er sich inmitten eines der schönsten Fleckchen Erde des Pfälzerwaldes befindet.

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Alte Waldberufe - Der Harzbrenner

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerSeit Urzeiten galt Baumharz als begehrtes Handelsobjekt. Schon 4000 v.Z. balsamierten die Ägypter ihre Mumien damit ein, und in der Antike musste es sogar als Zahnersatz herhalten.

 

In unseren heimischen Wäldern ist die Kiefer der ergiebigste Harzlieferant. Dieses Baumharz wurde in den sogenannten „Harzöfen“ oder „Pechhütten“ gewonnen. Heute Erinnern noch viele Flurnamen an dieses alte Handwerk. In einer Grube wurden Kiefernstämme ähnlich wie bei der Holzkohlegewinnung im Kohlenmeiler, aufgeschichtet und gebrannt.

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Alte Waldberufe – Flößerei und Trift

Zeichnung  von Ute Knieriemen-WagnerWenn ich eine Gegend erwandere bewege ich mich auch in ihre Geschichte hinein. Ja, beim Wandern begegnet man der Geschichte einer Landschaft ja förmlich. In der waldreichen Umgebung von Trippstadt werden wir beim Wandern immer wieder Stellen finden, wo einst die Kohlenmeiler glühten und beim Wandern im Pfälzerwald finden sich an Bächen und Flüssen auch heute noch Plätze, wo einst Holz geflößt und getriftet wurde.

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Alte Waldberufe - Der Pottaschbrenner

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerIn alter Zeit war es fast allein der Wald der die elementaren Bedürfnisse des Menschen zu befriedigen vermochte. Eine große Anzahl von Waldberufen gab es in früherer Zeit: Holzhauer, Köhler, Schindelmacher, Holzknechte, Besenbinder, Harz- und Pottaschbrenner, um nur einige zu nennen. Bis ins 19. Jahrhundert hinein war die Pottasche ein unentbehrlicher Rohstoff für die verschiedensten Gewerbe. Flurnamen wie Eschebel- Loch, Pottaschäcker und Pottaschweiher zeugen noch heute von diesem alten Handwerk. Der Pottaschbrenner oder Pottaschsieder war unter anderem ein Zulieferer der Glashütten und Seifensiedereien.

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Als Goethes Geist auf Trippstadt fiel – eine Liebesgeschichte aus der Weltliteratur

Zeichnungen von Ute Knieriemen-WagnerGeliebtes gibt es, das im Sarge ruhen bleibt, vielleicht am trauernsten beweint um sein Totsein; und andres gibt es, das jeglichem, was uns sich noch ereignen mag, lebendig antwortet,
in Zwiesprache, als würde es selber daran immer erneute Wirklichkeit, weil sie das anrührt, was uns mit Tod und Leben ewig zusammenschließt.
Lou Andreas – Salome

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Frühlingserwachen im Karlstal

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerWer das Karlstal bei Trippstadt aufsucht wird auf Anhieb von dieser Landschaft begeistert sein. Die wildrauschende Moosalb in der Karlstalschlucht, die großen, mächtigen und erhabenen Buntsandsteinfelsen, die dieser Schlucht ihr besonderes Gepräge geben und die urwüchsigen Buchen und Eichen, verleihen, vor allem im Frühjahr, dieser Landschaft eine archaische, wildromantische Aura.

 

Bevor die Bäume ausschlagen, hat sich der Boden leicht begrünt und unter dem Altlaub strecken sich die ersten Frühjahrsblüher dem Lichte entgegen. Vereinzelt finden sich nun Buschwindröschen, Lungenkraut, Leberblume, Schlüsselblume und Waldmeister ein. Bereits am Ende der Schlucht bilden sie einen bunten Frühlingsblumenteppich. Im dichten Unterholz entfaltet nun auch der giftige Seidelbast seine duftenden, rosafarbenen Blüten. Folgt der Wanderer nun dem Verlauf der Moosalb wird er mit etwas Glück einigen selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten begegnen.

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Alte Waldberufe – der Köhler

Zeichnung vo Ute Knieriemen-WagnerAch wer hätte das gedacht,
dass man aus Holz noch Kohle macht.
Schon dreitausend Jahr
und noch viel länger
gibt es die braven Männer,
die aus Eichen und aus Buchen
viele solche Meiler schufen.
Die schwarze Kohl’ aus Labung-
bei Bauchweh und auch Darmversagung.
Auch zum Glockenguss und Pulver machen
benötigt man die schwarzen Sachen.
So ist es schad um diese Zunft
denn „Köhlern“ – dies ist eine Kunst.

Altes Köhlergedicht, Verfasser unbekannt

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Das Dianarelief am Pionierweg – über die Mythologie der Diana

Dianarelief am Pionierweg  - Foto: Manfred WalterWer war eigentlich diese Diana, deren Bildnis sich in der Nähe des Pionierwegs befindet? Es ist davon auszugehen, dass es sich hierbei um die Göttin Diana handelt.

 

Die Römer verehrten Diana als Göttin der Jagd, der wilden Natur und des Lichts. Sie wurde auch mit der griechischen Göttin Hekate identifiziert, doch ihr griechisches Gegenstück war eindeutig Artemis, eine jungfräuliche Schwester des Apollon und Tochter des Zeus und der Leto.

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Die Kunst des meditativen Wanderns

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerWer sich zu einer Wanderung aufmacht, sollte dies bewusst tun. Wandern bedeutet sich bewegen, sich bewusst bewegen. Wenn wir spazieren gehen, laufen wir oftmals einfach los. Wenn wir zu einer Wanderung aufbrechen, haben wir in der Regel ein Ziel vor Augen: Eine Burg, ein Baum, ein Ort, eine Quelle oder sonst eine Sehenswürdigkeit. Doch wenn wir uns Wochen später an unsere Wanderung zurückerinnern, fällt uns auf, dass in der Erinnerung vor allem jene Dinge und Erlebnisse zurückgeblieben sind, die wir auf unserem Wanderweg gesehen oder erlebt haben. Denn: Der Weg ist das Ziel! 

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(S) INNE (er) HALTEN

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerEs gibt verschiedene Weisen die Natur zu sehen und zu erfassen, sie hat für alle nur möglichen Fragen eine Antwort bereit. Wenn wir uns in ihr bewegen müssen wir nur immer wieder einmal innehalten – dann werden wir von der Natur auch Sinn erhalten.

 

Während einer Wanderung durch den Trippstadter Wald wird die umgebende Mitwelt uns dies bestätigen. Menschen von heute begegnet die Natur anders als sie z.B. unseren Urgroßeltern begegnete. Sahen diese in den unendlichen Räumen des Kosmos das Himmels- und Sternenzelt, Sonne und Mond noch als Licht und Lampe eines friedvoll in sich ruhenden Erdentages und die alte Mutter Erde als fruchtbaren Boden allen Lebens, so können viele Menschen von heute diese Anschauungen oft nicht mehr nachempfinden. Und dennoch, wenn wir den Wald betreten, scheint es uns da nicht, dass mit einem Mal manches Schwere von uns fällt, dass wir Stress und Hektik plötzlich hinter und lassen können?

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Ein Spaziergang entlang des Trippstadter Philosophenweges

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerWer im Spätherbst oder im Winter sich zu einem Spaziergang entlang des Trippstadter Philosophenweges aufmacht, wird von der romantischen Herbheit dieses Landstriches gewiss begeistert sein. Hier, wo dunkel bewaldete Hügel den Horizont verstellen und zugleich eine Weite ahnen lassen, versinkt der Wanderer schnell in tiefe Gedanken. Selten, dass man auf diesem Weg jemandem begegnet. Was hier vorherrscht ist Stille.

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Unter Herbstbäumen

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerEs ist die Zeit, da der Spätsommer dem Herbst den Weg nicht mehr versperrt, der Augenblick, wo der Wald jene Farben zaubert, wie sie selbst auf der Palette eines Landschaftsmalers nicht entstehen können: „Goldener Oktober“!

 

Wer jetzt die waldreiche Umgebung von Trippstadt erwandert wird reichlich belohnt. Es ist die Zeit in der jeder einzelne Baum sich zu einer eigenen Persönlichkeit zu färben scheint.

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Der Frauenschuh ist Orchidee des Jahres 2010

Zeichnung von Ute Knieriemen-Wagner
Orchideen
„Woher, woher mit diesen lichten Schwingen
Gleich Kolibris und winzigen Schmetterlingen?
Nicht kommen wir aus weitentlegenen Ländern,
Sind Ich und Du in andern Leibs Gewändern,
Nun selige der Wiese. – Sieh, wir künden
Verklärung dir auf deinen eigenen Gründen:
Was sich in Schmerz von dir einst ausgeschieden,
Wir zeigen dir’s in unserem Blumenfrieden.
Was einst von dir in Müdigkeit zerflossen.
Das fährt nun auf in prächtigen Karossen.
Geheilt so ganz von einstigen Daseins Narben.
Erstrahlt es dir in gelb- und weißen Farben.
Die Schrift der Lippe hier, die Hieroglyphe,
Sie künden dir von einem Ordensbriefe.
Bezeugend, dass an dieser Wiese Borden
Ein Teil von dir ist Heilige geworden.“
Christian Wagner

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Eine Sommernacht im Trippstadter Schlosspark

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerWanderer die im Juli und August die Umgebung von Trippstadt erkunden, sollten sich zum Abschluss ihrer Wanderungen unbedingt noch eine Ruhepause im Schlosspark gönnen, um von hier aus das Ereignis des abendlichen Sonnenunterganges zu beobachten.

 

Es herrscht eine besonders romantische Stimmung um diese Zeit hier vor. Ein fast unwirklicher, noch heute unbeschworener Zauber geht von den ebenmäßigen in sich ruhenden Steinfassaden des alten Schlosses aus. Wenn die Sonne glutrot im Westen versinkt, ist es meist sehr still im Park.

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Der Kuckuck - Cuculus canorus

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerEs geschieht innerhalb weniger Sekunden. Dann fliegt das Kuckucksweibchen auch schon wieder davon. Was ist geschehen? Ein taubengroßer Vogel hat einem Zaunkönigspaar ein Ei ins Nest gelegt. Damit diese den Schwindel nicht bemerken, hat die Kuckucksfrau dafür gleich ein fremdes Ei verschluckt. Das Kuckucksweibchen hat einen günstigen Moment ausgesucht.

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Auf Schmetterlingsexkursion im Trippstadter Wald

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerWer in den Monaten Juni, Juli und August, entlang der Feucht und Gewässergebiete um Trippstadt wandert, wird von der atemberaubenden Vielfalt in diesem Teil des Pfälzerwaldes begeistert sein. 
Die großartige botanische Auswahl vieler Pflanzenarten, lockt natürlich wiederum bekannte und auch sehr seltene Arten von Schmetterlingen an. Unter den Insekten ist der Falter ein wahres Kleinod. Auch die kleinen und unscheinbaren Arten, erscheinen uns bei genauem Hinsehen als wahre Wunderwerke der Natur, sind sie doch ein ausgewogenes Spiel von Farben, Mustern und Zeichnungen.

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Eine Glockenblumenwanderung

Zeichnung von Ute Knieriemen-Wagner
Sind es persönliche Erlebnisse oder seltene Zufälle, die uns Menschen mit dem Reich der Blumen verbinden? Sind es ihre Formen, Farben und Düfte, die viele von uns jeden Sommer wieder in ihren Bann ziehen? Wie der Nachtwanderer vom Sternenmeer magisch sich angezogen fühlt, so fühlt sich der naturbezogene Wanderer vom Blumenmeer angezogen. Es hat einen tieferen Sinn, dass der Mensch sich zwischen Blumen und Gestirne gestellt fühlt. Sprechen wir nicht von „Blumensternen“ und „Sternenblumen“?

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