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Unsere Empfehlungen

Anselsburg (Neuhemsbach, VG Enkenbach-Alsenborn)

Anselsburg um 1900 (aus: HÄBERLE 1904, S. 169)Die frühe Geschichte dieser kleinen Burg nördlich von Kaiserslautern ist vollkommen ungeklärt. Urkundliche Erwähnungen vor dem Jahre 1419, die sich direkt auf eine Burg beziehen, sind bisher nicht bekannt. Lediglich die Gebrüder Rudolf und Frank von Ansenburc, die im Bolander Lehensbuch genannt werden, sowie Rudolf von Ansenbruch, der in einem Testament des Ritters Otto von Dalberg erwähnt wird, können mit der gebotenen Vorsicht (indirekt) in Zusammenhang mit der Anlage auf dem Spitzen Hübel gebracht werden.

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Burg Gräfenstein (Merzalben, Südwestpfalz)

Burgruine Gräfenstein, Ansicht von Nordosten, 1837, Zeichnung von N.N.Die Oberburg gilt als der älteste Teil der ovalen Wehranlage und dürfte mit jener Burg identisch sein, die 1237 in einer leiningischen Teilungsurkunde erstmals fassbar wird. Eventuelle frühere Besitzverhältnisse und das Erbauungsdatum des Gräfenstein, also die Zeit vor dem genannten Jahr, sind bisher ungeklärt. Allgemein wird angenommen, die Wohn- und Wehranlage sei als Ersatz für die möglicherweise 1168 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa gebrochene, nahe gelegene Burg Steinenschloss am Grenzpunkt der drei Diözesen Speyer, Worms und Metz an der Wende des 12. und 13. Jahrhunderts errichtet worden. Dafür gibt es jedoch weder urkundliche noch archäologische Belege. 

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Burg Ruppertstein (Ruppertsweiler, VG Pirmasens-Land)

 Autoren: Steffen Berger, Jürgen Keddigkeit und Martin Wenz

 Burgruine Ruppertstein, Luftaufnahme von Nordosten, 2004 (Aufnahme: Manfred Czerwisnki, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde)Da in der überlieferten Urkunde von 1198 der Burgberg Ruprehtisberc bezeichnet wird, ist der Name wohl älter als die kurz darauf angelegte Burg. Für die Burgruine hat sich später der Name Ruppertstein, im Volksmund Ruppertsfelsen eingebürgert. Funde im Bereich des Ruppertsfelsens beweisen, dass sich dort anstelle der späteren mittelalterlichen Burg bereits eine hallstatt- und latènezeitliche Siedlung oder Befestigung befunden hatte. Im hohen Mittelalter wurden hier – ebenso wie auf dem nahegelegenen Gutenberg (s. Burg Lemberg) – an der alten Ostgrenze des zweibrückischen Territoriums, die in nord-südlicher Richtung durch den westlichen Wasgau verlief, Burgen errichtet.

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Burg Wilenstein (Trippstadt)

 Autoren: Martin Dolch, Stefan Ulrich und Dieter Barz

Burgruine  Luftaufnahme von Süden, 2006 (Aufnahme: Manfred Czerwinski, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde)Der Name der Burg ist mit dem männlichen Rufnamen Wilo, einer alten Kurzform zu Namen wie Wilhelm, Willibald, Willeram u.ä. gebildet. Seit dem 12. Jahrhundert wurde -stein neben -burg, -eck, -fels zum typischen Burgennamengrundwort. In der bisherigen Literatur galt es als feststehende Tatsache, dass die Burg Wilenstein durch Kaiser Friedrich I. errichtet und mit Ministerialen aus Kaiserslautern besetzt worden sei. Zweifel daran wurden erstmals 1996 von Volker Rödel geäußert. Neuere Forschungen haben ein ganz anderes Bild ergeben.

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Burgruine Guttenberg (VG Bergzabern, Otterbach)

Burgruine Guttenberg, Luftaufnahme von Südwesten, 1999 (Aufnahme: Manfred Czerwinski, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde)Der Burgberg von Guttenberg war möglicherweise Standort einer römischen Höhensiedlung in der Nähe einer vermuteten Römerstraße. Ob ein anlässlich einer Schenkung der Brüder Rapodo, Hartmann und Otto von Lobdeburg aus dem thüringischen Geschlecht der Herren von Lobdeburg (Rapodo wurde 1167 Bischof von Speyer) an das Zisterzienserkloster Eußerthal als Zeuge aufgeführter „Landolf von Guttenburg“ tatsächlich, wie bisher geschehen, auf die pfälzische Burg bezogen werden kann, muss mit einem dicken Fragezeichen versehen werden (UBBfSP 1, Nr. 101, S. 116: ... Landolfo viro ingenuo de Gudenburc).

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Dirmstein I – Bischöfliche Burg (Schloss) (Dirmstein, VG Grünstadt-Land)

 Autoren: Michael Martin und MichaelMünch

Bischöfliche Burg und Schloss Dirmstein von Südwesten, 1994 (Aufnahme: Manfred Czerwinski, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde)Ein Festes Haus im Besitz des Hochstiftes Worms ist in Dirmstein erst nach 1190 vorstellbar; damals übertrug Kaiser Heinrich VI. die Vogtei zu Dirmenstein, nachdem er sie zuvor vom Grafen Heinrich von Zweibrücken erworben hatte, dem Bischof Konrad II. und der Wormser Kirche (RI HVI 95, S. 44 und 518, S. 220). Dabei war Dirmstein in ein Dreiecksgeschäft einbezogen: Das Reich überließ dem Wormser Hochstift die Vogtei Dirmstein, der Bischof zahlte jährlich 16 Pfund in die Pfründekasse des Worm ser St. Martinsstiftes, das seinerseits zugunsten des Reiches auf den Zoll zu Boppard verzichtete. Das Tauschgeschäft, das Bischof Landolf von Worms 1240 mit dem Augustinerchorherrenstift Frankenthal abschloss [1240 Dyrmstein (UpfKG 1, 467, S. 197)], die bischöfliche Mühle gegen den Klosterhof, ist kein direkter Beleg für die Burg.

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Erfenstein (Esthal, VG Lambrecht)

 Autoren: Hubert Puhl, Jürgen Keddigkeit, Michael Losse

Burgruine Erfenstein (Bildmitte), gegenüber der Stutengarten von Burg Spangenberg, 1748 (Ausschnitt aus einer Karte von 1748, LA SP, W 1, Nr. 7754)Die bereits um 1189/93 erstmals urkundlich genannte Burg Erfenstein gehört zweifellos zu den ältesten Burganlagen im Raum des Pfälzerwaldes. Ein konkretes Erbauungsjahr ist gleichwohl unbekannt. Es muss aber, wie Ingo Toussaint annimmt, vor 1180 zu suchen sein. Noch vor 1193 verlieh Konrad von Schwaben den Erfenstein dem Reichsministerialen Werner II. von Bolanden, der sie wiederum an seine Vasallen, die Burgmannen Meinhard von Dürkheim, dessen Bruder Adelgar und Egeno (von Gabs heim?) über gab. Mitte des 13. Jahrhunderts folgte als Alleinbesitzer der Ritter Hurno, sowie – wohl später – als Anteilseigner Heinrich, der Sohn des Wilderich (Lehnsbücher Bolanden, S. 46). Bemerkenswert ist für die frühe Geschichte des Erfenstein, dass die Oberlehensherrschaft des Reiches nur für die Zeit Werners II. nachgewiesen werden kann und der spätere Zeitpunkt des Übergangs an die Leininger unbekannt blieb. Als Zeitpunkt des Erwerbs nimmt Ingo Toussaint die Zeit nach 1237 an, denn im berühmten Teilungsvertrag der Grafen von Leiningen blieb der Erfenstein unerwähnt. Daher folgert Toussaint, dass erst nach dem vorgenannten Jahr Nachfahren Werners II. die weiterverlehnte Burg Ende des 13. Jahrhunderts den Leiningern, „als Ersatz für ein weiterverlehntes Le hen auftrugen“, die Leininger damit letztlich die Lehnshoheit erwarben.

 

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Frankenstein (VG Hochspeyer)

Burgruine Frankenstein, Lithographie, gez. u. lithogr. v. Friedrich Hohe, vor 1854 (aus: Pfälzer Eisenbahnen 1854, Taf. 15)Der Frankenstein, an den alten Grenzen der Diözesen Worms und Speyer errichtet, gilt als eine der ältesten Burgen im Bereich des Pfälzerwaldes. Die Nennung des Helenger von Frankenstein zur Mitte des 12. Jahrhunderts lässt den Schluss zu, dass die ersten Anfänge der Burg um diese Zeit zu suchen sind. Dieser Helenger und seine in der Vorderpfalz begüterten Nachkommen waren noch in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts im Lehnsbesitz der Burg. Namentlich bekannt – meist als leiningische Zeugen und Lehnsleute genannt – sind vom 12. bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts zahlreiche Mitglieder dieser Familie.

 

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Hattweiler (Jägersburg, Saar-Pfalz-Kreis)

Burg/Schloss Hattweiler, Luftaufnahme von Süden, 2001 (Aufnahme: Manfred Czerwinski, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde)Burg Hattweiler wurde 1590 in Schloss Hansweiler und 1720 in Schloss Gustavsburg umbenannt. Über die frühe mittelalterliche Geschichte von Burg Hattweiler sind kaum Fakten bekannt. Weder kennen wir das genaue Erbauungsdatum der kleinen Burg noch ihre Erbauer. Dementsprechend widersprüchlich sind die in der Literatur vertretenen Meinungen. Vor allem von Drumm wurde die Ansicht vertreten, die erste Burg beim heutigen Jägersburg sei erst von den Grafen von Zweibrücken-Bitsch zwischen 1395 und 1400 errichtet worden. Einen zeitlich früheren Ansatz vertrat Hoppstädter mit der These, dass die Anlage von den Grafen von Zweibrücken wohl gegen Ende des 13. Jahrhunderts erbaut worden und 1394 an eine Seitenlinie dieses Grafenhauses, die Grafen von Zweibrücken-Bitsch, gefallen sei.

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Heidenschlösschen (Gimmeldingen, Neustadt an der Weinstrasse)

Heidenschlösschen, Grundrissskizze von H[ ] Walling, 1960 (aus: SCHNEIDER/ SITZMANN 1996, S. 47)Die Bezeichnung Heidenschlösschen stammt wie das ebenfalls gebräuchliche Heidenburg aus dem 19. Jahrhundert. Der eigentliche Name der Burg, so sie einen hatte, ist unbekannt. Geschichtliche Informationen fehlen völlig. Es wird allgemein angenommen, die karolingisch-ottonische Ringwallanlage habe als Fluchtburg gedient.

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Lichtenberg (Thallichtenberg, VG Kusel)

Autor: Hans-Joachim Kühn / Christel Bernard

Burgruine Lichtenberg, Ansicht von Nordsten, 1887 (aus: NAEHER 1887, Bl. 9)Der nicht gerade seltene Name der Burg – er kommt an die 20 Mal in Deutschland vor – lautete stets Lichtenberg, was eine kahle, baumarme Geländeerhebung meint und auf eine Rodung hindeutet. Der Name dürfte vom Berg auf die Burg übergegangen sein.

Die Geschichte der Burg ist bisher nur unzulänglich aufbereitet, da die Schriftquellen bislang nur unvollständig erschlossen sind. Insbesondere eine Auswertung der erhaltenen umfänglichen Rechnungen des Amtes Lichtenberg ließe detaillierte Hinweise zur Baugeschichte erwarten. Unser historisches Wissen nimmt sich im Vergleich zur Fülle des erhaltenen Baubestandes und zur historischen Bedeutung der Anlage als Verwaltungsmittelpunkt ziemlich bescheiden aus. Zudem geht es in den allermeisten Urkunden in erster Linie um Angelegenheiten, die Herrschaftsrechte und Liegenschaften betreffen, aber kaum Rückschlüsse auf die (Bau)Geschichte der Burg zulassen.
 

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Lindenberg (VG Lambrecht, Bad Dürkheim)

Autoren: Ulrich Burkhart, Dieter Barz, Frank Wittkowski

Burgstelle Lindenberg, Luftaufnahme von Nordosten, 1996 (Aufnahme: Manfred Czerwinski, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde)Als erster Hinweis auf die Existenz einer Burg Lindenberg darf die Erwähnung eines Ritters Diemarus von Lindenburch aus dem Jahre 1220 gelten. Für die These, Burg Lindenberg sei schon 1057 oder spätestens 1100 erbaut gewesen, gibt es keine Quellenbelege. 1057 wird die Burg im Zusammenhang einer Schenkung König Heinrichs IV. an das Domstift zu Speyer nicht erwähnt. Auch für die Behauptung, Bischof Johannes I. von Speyer habe im Jahre 1100 im Rahmen einer Schenkung seinem Domstift die Burganlage übereignet, liegen keine zeitnahen Quellenbelege vor. Die früheste Aufzeichnung, in der in diesem Kontext eine Burg Lindenberg erwähnt wird, stammt erst aus dem Jahre 1564. Diese Erwähnung erscheint äußerst fragwürdig, ebenso wie jene aus dem Jahre 1608, die in ihrer deutschen Übersetzung der lateinischen Vorlage von 1564 folgt. Es hat den Anschein, dass der erste bezeugte Ritter von Lindenberg dem Umfeld der bischöfl ich-speyerischen Ministerialität zuzurechnen sein dürfte. Doch begegnet jener Diemar bei seiner Ersterwähnung als Lehensmann des Klosters Weißenburg.

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Perleburg (VG Landstuhl, Gem. Kindsbach)

 Autoren: Jürgen Keddigkeit und Dieter Barz

Burgruine Perleberg, Luftaufnahme von Süden, 2000 (Aufnahme: Manfred Czerwinski, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde)Die Perleburg wurde erst durch Begehungen, Forschungen, Grabungen und kleinere Veröffentlichungen des freiherrlich von Stumm’schen Försters [ ] Günther (vom Steigerhof), Rudolf Engelbach und Christian Mehlis nach 1901 einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Da es an urkundlichen Belegen mangelt, ist die Geschichte der Perleburg weitestgehend unbekannt. In Teilen der älteren Literatur wurde angenommen, es habe sich um einen „Wartturm zu Zeiten der Römer“ erbaut, gehandelt, andere hielten die Anlage für eine sickingische Grenzburg. Gegen diese Thesen spricht jedoch nicht zuletzt der archäologische Befund, der die Entstehungszeit der Wehranlage mit der Wende vom 12. ins 13. Jahrhundert gleichsetzt. Auch scheidet ein Zusammenhang mit Wynemar von Gymmenich, Herr zu Dudelingen und Berpurg aus, da mit seiner Zubenennung keinesfalls die Perleburg, sondern vielmehr das luxemburgische Berburg gemeint ist.

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Reichsburg Wolfstein (Wolfstein, Landkreis Kusel)

Burgruine Alt-Wolfstein, Reste des Palas, Bergfried und nördliche Mantelmauer, 2001 (Aufnahme: Uwe Welz)Die Reichsburg Wolfstein wurde erstmals im Jahre 1275 anlässlich der Gründung der Stadt Wolfstein erwähnt, doch ist die Anlage erheblich älter. Es wird allgemein und mit einer gewissen Berechtigung angenommen, die Burg sei nach der Mitte des 12. Jahrhunderts, im Anschluss an den Ausbau der Reichsburg Kaiserslautern durch Fried rich I. Barbarossa zur Sicherung und Verwaltung des Königslandes entstanden, jedoch gibt es für diese These bisher weder archäologische noch urkundliche Nachweise. 1282 wurde die Burg bei Wolfstein erneut (zweimal) erwähnt, als Heinrich (III.) von Hohenecken und seine Frau Margarethe mit Genehmigung des Königs eine Wiese unterhalb der Burg veräußerten.

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Ruine Breitenstein (Breitenstein, VG Lambrecht)

 

Burgruine Breitenstein, Nieder-Breitenstein von Osten, Zeichnung (Ausschnitt) von Hein rich Jakob Fried 1825 (aus: Wilhelm STEIGELMANN, Heinrich Jakob Frieds Bur gen wan de run gen im Elmsteiner Tale vor 150 Jahren [1825- 1975]. Rhodt unter Rietburg 1975, Nr. 4)Historische Fakten über die frühe Geschichte von Burg Breitenstein sind unbekannt. Weder sind wir über den Zeitpunkt der Errichtung noch über den oder die Erbauer unterrichtet. Allgemein werden das Reich, die Bischöfe von Speyer und meist im Anschluss an Johann Georg Lehmann die Grafen von Leiningen als Burggründer vermutet.

Letztere These wird durch die Tatsache untermauert, dass der erste bekannte Ministeriale, der sich 1257 nach der Burg benannte und erneut 1262 sowie 1265 urkundlich erwähnt wurde, ein Gefolgsmann der Grafen von Leiningen war. Ritter Burkhard von Breitenstein war Angehöriger einer Ministerialenfamilie, deren Mitglieder sich auch nach anderen Wohn- oder Amtssitzen, nämlich „von Friesenheim“ und „von Kropsberg“ benannten.

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Spangenberg (Neustadt/Weinstrasse)

 Autoren: Jürgen Keddigkeit und Hubert Puhl

Burg Spangenberg und „Stutgarten“, Ausschnitt aus einem Waldlageplan von 1748 (LA SP, W 1, Nr. 7755)Im Gegensatz zu der in der älteren Literatur, insbesondere von Peter Gärtner und Franz Xaver Remling, ohne urkundlichen Nachweis vertretenen These, wonach Bischof Johannes I. von Speyer, der von 1090 bis 1104 amtierte, eine damals bereits bestehende Burg Spangenberg seinen Nachfolgern testamentarisch vermacht habe, raten hier in neuester Zeit Kurt Andermann und Meinhold Lurz mit Recht zur Vorsicht. Schließlich beziehen sich die älteren Autoren im Regelfall auf die 1608 in erster Auflage veröffentlichte Arbeit Philipp Simonis „Historische Beschreibung Aller Bischoffen zu Speyr“, in der dieser eine Schenkungsurkunde des Bischofs Johann I. vom 6. Januar 1100 erwähnt (SIMONIS 1608, S. 53f.), nach der der bischöfliche Anteil an der Burg ans Hochstift übergegangen sei (Also fielen des Geschlechts Güter mehrerteils, Nämblich das Schloß Kestenberg, Maistersell, Diedesheim, … ein theil an dem Schloß Spangenberg, …) an den jeweiligen Bischof zu Speyer.  

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Tannenfels (Gemeinde Dannenfels, Donnersbergkreis)

 Autoren: Martin Dolch und Stefan Ulrich

Burg Tannenfels, Ausschnitt aus einer Karte von 1761 (HSTA WI, Abt. 30011- 3120, Karte des Nassau-Weilburgischen Domänenbesitzes am Donnersberg v. C[ ] A[ ], Weimar 1761-62)In der Erbteilung von 1268 zwischen den Brüdern Werner V. und Philipp V. von Bolanden wurde festgelegt, dass bei Fehlen eines männlichen Erben Philipps älteste Tochter und deren Mann seine Lehen erben sollten. Als Philipp 1276 starb, hatte er zwei minderjährige Söhne, doch starben beide vor 1288, so dass der in der Erbteilung vorgesehene Fall tatsächlich eintrat. Seine älteste Tochter Kunigund, die mit Graf Heinrich I., einem jüngeren Sohn des Grafen Simon I. von Sponheim-Kreuznach, verheiratet war, erbte den größten Teil der Herrschaft Kirchheim. Ob zu dieser Zeit die Burg Tannenfels schon bestand oder ob sie erst von Graf Heinrich errichtet wurde, ist nicht feststellbar. Er wurde Stammvater einer Linie, die später Bolanden-Dannenfels genannt wurde, und starb nach 1311. Franz X. Remling berichtet, dass Heinrich als Schirmherr des Klosters Rodenkirchen sich 100 Malter Korn nach Dannenfels liefern ließ, was für ausreichende Räumlichkeiten und brauchbare Wege spricht. 

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Vigilienturm (Bad Dürkheim)

Ruine des Vigilienturms 1787. Vergrößerter Ausschnitt eines Steindrucks, betitelt „Dürkheim von der Morgenseite“, auf Stein gezeichnet von F. Fritsch, lithogr. von Johann RiegerDer Turm war ursprünglich dem heiligen Vigilius geweiht, einem in den Erzbistümern Straßburg und Trier verehrten Märtyrer des 4. Jahrhunderts. Erst im 19. Jahrhundert erfolgte die antikisierende Umdeutung seines Namens auf die Vigilien, die vier Nachtwachen im römischen Heer.

Beim Vigilienturm handelt es sich weniger um eine eigentliche Burg, als um den Typus eines abgesetzten Artilleriewerks, das auch als Beobachtungsturm diente. Seine Zugehörigkeit zur Burg Alt-Dürkheim bzw. zur Stadt (Bad) Dürkheim ist evident. Die Anlage befand sich noch innerhalb des 1360 urkundlich erwähnten Burgfriedens (s. Alt-Dürkheim) auf dem Hagelsberg (halsperge), der heute als Vigilienberg bezeichnet wird. Die verschiedentlich geäußerte Annahme, man habe den Vigilienturm in ein älteres, bereits 1359 entstandenes Vorwerk von Burg und Stadt integriert, erscheint zwar logisch, ist letztlich jedoch ebenso unbewiesen wie die Existenz eines römerzeitlichen Wartturmes an dieser Stelle.

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Wiesbach (Wiesbach, VG Zweibrücker-Land)

 Autoren: Martin Dolch und Stefan Ulrich

Burgruine Wiesbach, Maueraußenschale der Wohnbau-Nordseite, 2007 (Aufnahme: Uwe Welz)Die Geschichte der Burg bei Wiesbach ist unbekannt. Es lassen sich lediglich Ministeriale nachweisen, die möglicherweise im Zusammenhang mit der Burganlage zu sehen sind. Der Ritter Godebrecht von Nanstein, der 1269 Zweibrücker Burgmann wurde, hatte Besitzungen im Tal von Wiesbach. Die Reichsministerialen von Hohenecken übertrugen das Patronatsrecht an der Pfarrei Wiesbach, das sie als Reichslehen besaßen, 1279 auf die Deutschordenskomturei Einsiedel.

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Wildenstein (Gem. Dannenfels)

Autoren: Ulrich Burkhart und Stefan Ulrich

Burg Wildenstein, Luftaufnahme von Südwesten, 1996 (Aufnahme: Manfred Czerwinski, Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde)1186 und 1187 taucht in Reichsitalien, 1194 in Aachen und vor allem auf dem Trifels ein Henricus de Wildenstein in der engeren Umgebung des Stauferherrschers Heinrichs VI. auf. Bereits Johann G. Lehmann machte auf das Problem der Identifikation bzw. Zuordnung jenes Heinrich von Wildenstein zu Recht aufmerksam. Im Mai 1194 ließ Kaiser Heinrich VI. auf dem Trifels drei Urkunden ausfertigen, in denen jener Wildensteiner als Zeuge zusammen mit einer Reihe anderer pfälzischer Reichsministerialen bzw. Speyerer Ministerialen genannt wird. Es ist nicht ganz auszuschließen, dass es sich bei ihm um den Inhaber der Burg am Donnersberg handelt. Seine Positionierung in den Zeugenlisten spricht jedoch ebenso eher dagegen wie die Tatsache, dass die Anlage zumindest in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts dem Besitzkonglomerat der Reichsministerialen von Bolanden zuzurechnen sein dürfte. Ein Heinrich taucht unter den ersten bekannten Vertretern dieser Familie im 12. Jahrhundert nicht auf. 

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