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Klimawandel als Hauptursache für die Auswanderung aus dem Alpenraum zwischen 1650 und 1700

Scherenschnitt, erstellt von Frau Helga Borngässer-Geyl nach einer Radierung von Daniel Chodowiecki (1726 - 1801). Er zeigt wie eine bäuerliche Einwanderergruppe aus dem Alpenraum ausgesehen haben könnte. Vorliegender Beitrag basiert auf der Veröffentlichung der beiden Verfasser (siehe unten) in der Zeitschrift „Pfälzisch-Rheinische Familienkunde“, 57. Jahrgang, 2008, Band XVI, Heft 7, Seite 409 – 414 und wurde nach der Auswertung neuer Literatur erheblich ergänzt. Zur Präzisierung des geografischen Bereiches wird festgestellt, dass unter dem Begriff „Alpenraum“ in Bezug auf diesen Beitrag vorrangig die höhergelegenen Regionen Österreichs und der Schweiz wie Tirol, Vorarlberg, Berner Oberland und Zentralschweiz und in abgeschwächter Form auch die angrenzenden Bergregionen gesehen werden.

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Die Auswanderung von sieben Ilbesheimer Familien nach Mittelpolen in den Jahren 1816/17

Wenn von der pfälzischen Auswanderung die Rede ist, denkt man in der Regel an die Auswanderung nach Nordamerika im Verlauf des 18. und 19. Jahrhunderts. Wenig bekannt ist, dass es auch eine pfälzische Auswanderungsbewegung nach Mittelpolen gab, die sich allerdings hauptsächlich auf die beiden Jahre 1816/17 beschränkte.

Nach dem reformierten Kirchenbuch der Gemeinde Ilbesheim/Pfarrei Leinsweiler zog im Jahr 1816 Johann Thomas Dörner (Doerner) mit seiner Ehefrau und zwei Kindern im Alter von 10 und 14 Jahren „nach Polen ohnweit Warschau". Die Tochter Eva, die bereits verheiratet war, blieb zunächst in Ilbesheim zurück. Der bereits 56 Jahre alte Johann Thomas Dörner übte das Schuhmacherhandwerk aus.

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„Der eine kommt ins Pfefferland, der andere in die Krimm!" - Die Gründung der Kolonie Speyer in der Südukraine 1809/10 - Auswanderung aus der Südpfalz nach Rußland.

„Der eine kommt ins Pfefferland, der andere in die Krimm!“ – Die Gründung der Kolonie Speyer in der Südukraine 1809/10 – Auswanderung aus der Südpfalz nach Rußland. Das russische Auswanderungsfieber grassierte in der Südpfalz im Jahr 1809 wie eine Epidemie! Für einen heutigen Südpfälzer ist kaum nachvollziehbar, dass jemand Haus, Dorf und Heimat für immer verlässt und auf eine bessere Zukunft vertraut, ohne zu wissen, was ihn am fremden Ort erwartet. Und dann noch nach Russland!? Russland!?

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Als Lambrechter nach Mittelpolen auswandern wollten

"Er zog anno 1816 mit seinen Kindern nach Polen ohnweit Warschau" - Die pfälzische Auswanderung nach Mittelpolen in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts (ISBN 978-3-00-026821-2) In den Jahren 1816/17 erlebte die Pfalz eine Massenauswanderung, die nicht nach Nordame­rika oder in das Schwarzmeergebiet führte, sondern nach Mittelpolen in die Gegend von Lodz und von Warschau. Auslöser war eine Hungerkrise sowie die Werbetätigkeit von Agenten, die Siedlern außer der Zuteilung von Land großzügige Unterstützungen wie Reisegelder, Hil­fen beim Wohnungsbau, Ausstattung mit Geräten, Vieh usw. durch die Behörden vorgaukel­ten. Das Unternehmen endete für die meisten der Verführten mit einer Katastrophe. Sie kehr­ten als Bettler zurück.

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Die Auswanderung aus Lachen und Speyerdorf nach Mittelpolen

In den Jahren 1816/17 erlebte die Pfalz eine Massenauswanderung, die nicht nach Nordame­rika oder in das Schwarzmeergebiet führte, sondern nach Mittelpolen in die Gegend von Lodz und von Warschau. Von allen pfälzischen Gemeinden stellten dabei Lachen zusammen mit der Nachbargemeinde Speyerdorf das größte Kontingent. Etwa 40 Familien, wahrscheinlich waren es sogar mehr, also bestimmt über 150 Personen, kehrten ihren Heimatorten den Rü­cken, die meisten von ihnen im Jahr 1816.

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Heimat Pfalz - Clarita Goldschmidt

Herausgeber: Dr. Theo Schwarzmüller, Direktor des Instituts für pfälzische Geschichte und der Pfalzbibliothek in Kaiserslautern

Clarita Goldschmidt, Geboren 1927 als Klara Mann in Steinbach am Glan (Landkreis Kusel), musste 1938 mit ihrer jüdischen Familie von der Pfalz nach Argentinien auswandern, führte gemeinsam mit ihrem Mann eine Konditorei in Buenos Aires, wo sie heute noch lebt.

Steinbach ist für mich zwar die alte Heimat, aber leben möchte ich nicht mehr hier. Andererseits ist Argentinien nie meine richtige neue Heimat geworden. Für meine Kinder und Enkelkinder ist das ganz anders. Sie sind hier geboren und leben hier. Ich selbst habe das neue Zuhause akzeptiert, was blieb mir anderes übrig. Hier haben meine Eltern, meine Brüder, mein Mann und ich Aufnahme gefunden, als uns die alte Heimat nicht mehr haben wollte.

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