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Der Bergahorn

Zeichnung von Ute Knieriemen-WagnerDen Bergahorn finden wir in Wäldern gerne in lockerer Gemeinschaft mit Buchen. Wie sein Name bereits andeutet bevorzugt der Bergahorn tiefgründige, nährstoffreiche und feuchte Schluchtwälder der Gebirgsregionen, mittlerweile allerdings kommt er als begehrter Nutzholzlieferant auch im Flachland vor. Er ist ein beliebter Park und Alleebaum. Wegen seiner Konkurrenzstärke ist der Bergahorn in Großbritannien binnen weniger Jahrzehnte zur ökologischen Problempflanze geworden. Als größter heimischer Ahorn kann er im Bestand bis 40 m Höhe und das Baumgreisenalter von bis zu 500 Jahren erreichen.

In seinen ursprünglichen Verbreitungsgebieten in den europäischen Mittelgebirgen hat man ihn als beschützenden Hausbaum in die Nähe der Gehöfte gepflanzt. Alle Ahornarten sind sehr saftreich, den Bergahorn kann man schon als "Saftstrotzend" bezeichnen.

Neben seinen zwei Geschwistern dem Spitzahorn und dem Feldahorn, kann der Bergahorn Verletzungen am wenigsten selbst schließen. So ist schon mancher Bergahorn durch ungeschicktes beschneiden, besonders im Frühjahr regelrecht verblutet. Der Bergahorn wurde wie sein amerikanischer Freund und Verwandter der Zuckerahorn, früher auch bei uns zur Zuckergewinnung genutzt. Vor allem während Krisen- und Kriegszeiten erlangte der Ahornzucker vorübergehende wirtschaftliche Bedeutung. So auch 1806, als aufgrund von Napoleons Kontinentalsperre die Versorgung des europäischen Kontinents mit britischem Kolonial – Rohrzucker unterbrochen war. Auch während des ersten Weltkrieges griff man auf Bergahorn Zucker zurück. In Kanada ist die Ahornsirup Gewinnung noch Heute ein sehr bedeutender Wirtschaftszweig. Dort ist es in vielen Gaststätten üblich, neben Salz und Pfeffer auch ein Fläschchen "maplesyrup", also Ahornsirup als süße Würze auf den Tisch zu stellen.

Wegen seines auffallend weißen Holzes nennt man ihn in bestimmten Gebieten auch Weißbaum. Dieses Holz wird gerne zu Tischler- und Drechslerarbeiten verwendet auch die Holzbildhauer und Krippenbauer haben es gerne in ihrer Werkstatt. Im Instrumentenbau findet es als vorzügliches Klangholz Verwendung für Geige, Zither, Laute und Flöte.

Sein lateinischer Name "pseudoplatanus" erklärt sich uns beim Betrachten der Rinde: die braun-graue, glatte Rinde hat sich bei älteren Bäumen in eine hellbraune Borke verwandelt, die in flachen Schuppen, genau wie bei der Platane, abblättert. Der Gattungsname Acer leitet sich vom gleichlautenden lateinischen Wort ab, welches "scharf" oder "spitz" bedeutet.

Pfannkuchenrezept mit Ahornsirup:
4 Tassen Buchweizenmehl
1 Tasse Weizenmehl
3 Eier
1 Päckchen Backpulver
6 Tassen Milch
3 Eßl Butter
1 Messerspitze Vanille
Prise Salz
1 Schuß Bier

Alle Zutaten zu einem glatten Pfannkuchenteig rühren und in heißem Fett zu nicht zu großen Pfannkuchen backen. "Stielecht" schichtet man die warmen Pfannkuchen übereinander und bestreicht die einzelnen "Etagen" mit Butter. Über einem Turm von 3-5 Pfannkuchen wird warmer Ahornsirup gegossen.

 

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