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Südliche Weinstraße - Das Klimaphänomen |
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Wer bereits das Gebiet rund um die Südliche Weinstraße in Rheinland-Pfalz näher erkundet hat, dem ist mitunter eine recht ungewöhnliche Vegetation aufgefallen. Blühende Mandelbäume im Frühling, kleine Kiwiplantagen, Zitrusfrüchte, Feigen und ein ausgesprochener guter Wein prägen die Region. Das Gebiet wird gerne als das kleine Nizza Deutschlands bezeichnet und das zu recht. Der Klimavorteil wird dabei durch eine ungewöhnliche geomorphologische Konstellation geschaffen. In westlicher Richtung wird die Region durch den Pfälzer Wald begrenzt. Hier steigt die meist recht feuchte Luft aus Westen auf, es kommt dabei zu ergiebigen Niederschlägen.
Auf der Rückseite, der südlichen Weinstraße, steigen die Luftmassen dagegen wieder herab. Die Luft ist dabei recht trocken und kann sich rasch erwärmen. Zusätzlich ist das Gebiet rund um die Südliche Weinstraße auch in nördlicher und östlicher Richtung vor Kaltluftvorstößen geschützt. Die deutschen Mittelgebirge fungieren hier als Schutzmauer. So kann sich ein ausgesprochenes und in Deutschland einzigartiges Klima entwickeln. Die Ortschaft Gleisweiler gilt daher als eines der mildesten Flecken in ganz Deutschland. Mit etwa nur 700 mm über das Jahr verteilt, gilt die Region als recht niederschlagsarm. In Jerusalem fällt ähnlich so viel Niederschlag.
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