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Es geht die Sage, dass dort an dem Weg, nach der hoch oben im Pfälzerwald gelegenen Ortschaft Clausen, lange, bevor ein breiter Weg geschoben wurde, ein fast undurchdringlich, dichter Wald stand. Kleine Wege führten durch das Unterholz und besonders im Herbst, wenn zum Abend und zur Nacht dicke Nebelschwaden aus dem Tal der Rodalb heruafzogen und man nicht mehr die Hand vor den Augen sehen konnte, da war es schon unheimlich, dort im finsteren Wald.
Ein junges Mädchen aus Clausen, dessen Mutter schwer erkrankt war, musste nach Rodalben, um bei einem Arzt die lebenserhaltende Medizin zu holen. Das kleine Öllämpchen, das das Mädchen trug, verbreite in dem dichten Nebel, der wie ein Tuch auf dem Waldstück lag, nur wenig Licht. Nur wenige Meter konnte das Mädchen sehen, als plötzlich ein Unhold, fürchterlich lärmend aus dem Unterholz brach und dem Mädchen nach Mord schnaubend, den Weg versperrte. Das Mädchen erschrak sehr und schleuderte dem Unhold geistesgegenwärtig und mutig das Öllämpchen an den Kopf und versteckte sich im Unterholz. Der Unhold aber raste vor Wut und schrie vor Schmerz und suchte, allerdings geblendet nach dem Mädchen. Das mutige Mädchen blieb aber im Unterholz, bis sich der immer noch schreiende Unhold alsbald verzog.
Als der Morgen graute lief das Mädchen schnell nach Rodalben zum Arzt. Der Arzt selbst ging den weiten Weg mit nach Clausen und rettete die im Sterben liegende Mutter.
Dort aber, wo das Mädchen überfallen wurde und sich verstecken konnte, ragt heute ein "Hölzernes Kreuz" empor.
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