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Briefe pfälzischer Auswanderer - Institut stellt neueste Publikation vor

briefe_pf_auswanderer„Hier hat man ein viel besseres Leben wie in Deutschland“
Ein neues Buch von Roland Paul über Briefe aus Nordamerika

„Es wäre viel besser wenn ihr dättet hier her kommen hier hat man ein viel besseres Leben wie in Deutschland“, schrieb Reinhold Elste 1887 aus New York an seine Angehörigen in Kaiserslautern. Nicht alle sahen Amerika so positiv wie er. Der Zweibrückerin Bettchen Singer gefiel es gar nicht in Manhattan. Sie schrieb 1848: „New York ist nicht schön, die meisten Häuser sind von Diehlen, denke Dir Bretterhäuser und diese stecken so voll Wanzen… Es reut es mich nicht, daß ich hier bin, doch sterben will ich aber doch nicht hier, aber ich würde niemand raten für hierher, denn es kann niemand gefallen, wo ein wenig Ordnung gewöhnt ist.“

Seit 30 Jahren sammelt Roland Paul, stellvertretender Leiter des Instituts für pfälzische Geschichte und Volkskunde in Kaiserslautern, Briefe von pfälzischen Auswanderern. Einige fand er in Archiven, die meisten hat er aus Privatbesitz erhalten. Die Sammlung, die er im Institut aufgebaut hat, umfasst weit über 1000 Briefe. Die meisten davon haben er und seine Mitarbeiterinnen in mühsamer Arbeit von der alten deutschen Handschrift übertragen. Einen Teil davon, ca. 100 Briefe und ein Tagebuch, brachte Paul nun in Buchform heraus. Es sind Briefe von über 60 Schreiberinnen und Schreibern, die aus allen Teilen der Pfalz ausgewandert sind und aus verschiedenen Staaten der USA nach Hause geschrieben haben. Den mit zahlreichen Anmerkungen versehenen Quellen hat Roland Paul jeweils ein kurzes Lebensbild der Auswanderer vorangestellt.

In den Briefen spiegelt sich die Auswanderungsgeschichte der Pfälzer wider. Im 18. und 19. Jahrhundert sind aus der Pfalz Tausende von Menschen nach Nordamerika gezogen. Ihre Briefe enthalten Informationen über Auswanderungsmotive, oft sehr bewegende, authentische Berichte über die Schiffsreise, über ihre ersten Erfahrungen in der neuen Heimat und ihr weiteres Schicksal. Darüber hinaus lockten solche Selbstzeugnisse vielfach so manche Zurückgebliebenen ebenfalls in die Fremde und beeinflussten wie kein anderes Medium die Entstehung pfälzischer Siedlungszentren in der „Neuen Welt“.

Erhältlich ist das Buch (ISBN 978-3-927754-65-2) für 29,90 Euro im Buchhandel sowie beim Institut für pfälzische Geschichte und Volkskunde, Benzinoring 6, 67657 Kaiserslautern, Telefon 0631 3647-303, Fax 0631 3647-324, Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.pfalzgeschichte.de (Publikationen).

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