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Sickingens Würfel – eine Sage um Franz von Sickingen

Seit alter Zeit erzählt man sich, Franz von Sickingen sei mit magischen Kräften begabt gewesen. Diese hätte er von dem Magister Faust gelernt. Auf dem Marktplatz zu Landstuhl liegen drei mächtige Steine, die das Volk die Sickinger Würfel nennen. Es geht nun folgende Sage: Es geschah am Vorabend der großen  Belagerung der Burg Nanstein.
Da saß Franz von Sickingen am Fenster und schaute hinab ins Tal. Was wird ihm dieser Tag wohl bringen, zog es durch seine Gedanken? Von jeher den Weissagungen und geheimen Künsten zugetan, griff er zum Würfelbecher. Der Tisch war eine riesige Buntsandstein Felsplatte und Quadersteine die Würfel, welche er mit voller Wucht wie Nüsse umherwarf.  "Kein Glück" – rief der Ritter missmutig aus – "wieder nicht! – auch nicht zum dritten und letzten Male!" Und in grimmiger Wut ergriff er die Würfel und schleuderte sie hinunter ins Tal, wo man sie heute noch mit Staunen betrachtet.  

Das älteste Dokument, das wir vom historischen Faust haben (er lebte von etwa 1480 bis 1539) stammt von dem Würzburger Abt Trithemius. Dieser berichtet am 20.August 1507, (Der lateinische Originaltext ist abgedruckt bei Karl Engel Bibliotheca Faustiana Oldenburg 1885, Nachdruck, Hildesheim 1963, S. 1-4) Faust sei unter anderem auch in Kreuznach gewesen, habe sich hier der umfangreichsten Kenntnisse in der Alchimie gerühmt, die es je gab, und behauptet, er könne alles, was man von ihm verlangte; durch Vermittlung Franz von Sickingens sei er Rektor am Gymnasium geworden, habe aber schließlich heimlich aus der Stadt fliehen müssen wegen seiner Schwarzkünste.

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