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Der Teufelstisch

Der mächtige steinerne Teufelstisch, das Wahrzeichen des Dahner-Felsenlandes, ist umgeben von einer geheimnisvollen Sage. Eines Nachts ging der Teufel hier spazieren. Sehr müde und hungrig suchte er nach einem Rastplatz. Mit glühenden Augen durchforstete er den gesamten Pfälzerwald.

Nirgends konnte er eine Stelle finden, die seinem Anspruch gerecht wurde. Voller Wut und Zorn ergriff er drei riesige Felsbrocken und richtete sie zu einem Tisch zusammen. Nachdem er dort gespeist hatte, brach er wieder auf. Den Tisch ließ er zurück.
Als die ersten Sonnenstrahlen die Nacht vertrieben, erblickten die Menschen das Werk. Viele waren sich sicher „Hier muss der Teufel gespeist haben!“ Nur einer gab sich mutig und ungläubig. „Das kann nicht sein, dann will ich die folgende Nacht sogleich mit ihm speisen!“.
Als die Sonne hinter den Felsen langsam verschwand, zog der junge Mann los. Zur zwölften Stunde unterbrach in weiter Ferne ein bitterlicher Schrei die Ruhe der Nacht. Der junge Mann ward nie wieder gesehen und das geheimnisvolle Werk bekam den Namen „Teufelstisch“.

Nach Henri Frank, Pfälzische Sagen, 1990

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