Spuren
Im Winter erkennt man sie ganz deutlich: die Spuren im Schnee. Man sieht die Abdrücke von Schuhprofilen der Wanderer, Reh-, Fuchs- und Wildschweinfährten.
Beim Wort - Spuren - fällt einem gewöhnlich der Fußabdruck ein. Dabei gibt es ganz vielfältige Spuren!
Der Jäger - auch der Kriminalbeamte - weiß das nur zu gut. Bleiben wir in der Natur: Fegespuren, Fraßspuren, Losungen, Gewölle... Wer einmal genau auf den Boden und die Umgebung blickt, weiß bald, was sich hier tut: Der angenagte Tannenzapfen beweist es: da lebt also ein Eichhörnchen - oder vielleicht eine Waldmaus? Auf dem Baumstumpf ein Kothaufen: Hier hat der Fuchs wohl sein Revier markiert. Und dort drüben scheint der Waldboden wie umgegraben... Haben die Wildschweine in dieser Nacht nach Eicheln und Würmern gesucht? Im Frühjahr scheinen manch zarte Baumpflänzchen wie abgewetzt - Rehbock?? Nur wer genau hinsieht, entdeckt solche und andere Zeichen.
Spuren sind das, was wir hinterlassen. Es sind Spuren der Vergangenheit, Spuren unseres vergangenen Lebens und Wirkens.
Fragt Euch doch mal selbst:
Was habe ich in meinem Leben schon an Spuren hinterlassen?
Was will ich in Zukunft noch an Spuren hinterlassen?
Im Januar 2011
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