Newsletter abonieren?
![]() |
![]() |
![]() |
| heute | 548 |
| gestern | 680 |
| Besucher bisher | 467092 |
| Geheimtipp - Nicht nur aus dem Discounter essen! |
Bald sind wir soweit: wir haben deutschlandweit Einheitsessen. Aber das auch nur, wenn wir ausschließlich in die Discounter gehen. (Was passiert, wenn die Transportwege einmal abgeschnitten sind??) Die Natur bietet uns viel mehr.
Das Wissen über essbare Pflanzen ist wertvoll. Vergessen? Zu jeder Jahreszeit die passende Nahrung: Gerade im Frühjahr wachsen Pflanzen, die der Entschlackung dienen, aber auch, um uns nach dem langen Winter vitamin- und mineralstofftechnisch wieder voll aufzupeppen. Unkraut-jätende Gartenbesitzer werden staunen und erfreut sein! Ein paar Beispiele: Vogelmiere, Giersch, Bärlauch, Löwenzahn, Brennessel, Knoblauchrauke. Die Vogelmiere soll doppelt so viel Calcium, dreimal so viel Kalium und Magnesium und siebenmal so viel Eisen enthalten wie Kopfsalat, zwei bis achtmal so viel Vitamin A und C wie der Kopfsalat, Vitamine B1, B2 und B3, das Spurenelement Selen...
Giersch: Gefürchtet als Unkraut, das sich im Erdboden verbreitet. Wenn Ihr ihm nicht Herr werdet, so esst ihn einfach auf! (Kalium, Magnesium, Calcium Mangan, Zink, Kupfer, Vitamin A, C und Eiweiß). Fein geschnitten gut für in den Salat, aber auch gekocht wie Spinat. Kräftiger, aromatischer Geschmack. Bärlauch: schmeckt nach Knoblauch. Geeignet für Pestos, im Kräuterquark, als Brotbelag, in Kräuterbutter, in Saucen und Gemüsegerichten. Achtung: Nicht mit Maiglöckchenblättern verwechseln! Bärlauchblätter haben einen Stiel. Der Löwenzahn: Bitterstoffe (gut für die innere Reinigung). Achtmal so viel Vitamin C, doppelt so viel Kalium und Magnesium wie Kopfsalat. Löwenzahn wirkt entschlackend. Nicht umsonst heißt er in der Pfalz Bettsächer weil man nach seinem Genuss verstärkten Harndrang erfährt. Im Nachbarland Frankreich nennt er sich übrigens Pisse-en-lit.
Brennessel: Eine Wunderpflanze und schon zu Urzeiten vielfach genutzt auch zum Herstellen von Schnüren. Die Brennessel wird bei der Behandlung von rheumatischen Beschwerden und Verdauungsleiden eingesetzt. Sie ist harntreibend und wirkt sich daher auch positiv auf Nierenleiden aus. Blutreinigung, Entgiftung, Krebsvorbeugung, Blutzuckersenkung sind Schlagworte, die mit der Brennessel in Verbindung gebracht werden können. Bei der Ernte und Zubereitung (z.B. wie Spinat) empfehle ich Handschuhe anzuziehen! Gekocht und/oder klein geschnitten brennt sie natürlich nicht mehr!
Knoblauchrauke: Sie wächst derzeit am Wegrand, macht sich gut als Zugabe im Salat und hat reichlich Vitamin A und C sowie verschiedene Mineralstoffe. Sie schmeckt wie der Name schon sagt - ein bisschen nach Knoblauch.
Also nix: Einheitsessen! Geht hinaus und schaut, was die Natur uns anbietet! Buchtipp: Essbare Wildpflanzen, Steffen Guido Fleischhauer/Jürgen
Guthmann/Roland Spiegelberger, AT Verlag, ISBN: 978-3-03800-335-9
Ina Schmitt
Mai 2010
|