Futterrübe statt langweiligem Einheitskürbis

Tipp, nicht nur für Familien: Was macht man so im Herbst? Papierdrachen basteln und auf dem Feld steigen lassen, Kastanien sammeln und Kastanienmännchen bauen - oder Esskastanien sammeln und (nach Zubereitung im Backofen oder gekocht) essen, gemütlich beisammen sitzen und Geschichten erzählen, Rüben schnitzen. Computer, gameboy, playstation und Handy abschalten!
- Und warum Rüben schnitzen? Na, um böse Geister abzuwehren! Statt amerikanischem Einheitskürbis haben unsere europäischen Vorfahren schon seit Urzeiten Futterrüben geschnitzt. Die stellten sie dann - mit einer Kerze versehen - vor der Haustür auf. Man stellte auch etwas Essen hin, um die Geister zu besänftigen. Manch' arme Leute haben das genutzt, um sich zu bedienen. Kein Wunder, wenn man Hunger hat! Manche wagten sich sogar zu klingeln: "Gib' was her, sonst kriegst du Saures!" (also z. B. die Faust ins Gesicht!).
- Nicht gewusst? Halloween (= all hallowed evening) ist der Abend vor Allerheiligen. Und da soll das Tor zur "Anderswelt" besonders durchlässig sein. Also gebt Acht! Die europäische Tradition ist die Wurzel des ganzen Halloweenzaubers. Viele wissen das gar nicht mehr. Ihr wisst's jetzt!
Übrigens hat das "Rieweschnitze", das wir am 14.10.2011 am Haus der Nachhaltigkeit in Johanniskreuz veranstaltet haben, sowohl den Kindern als auch den Erwachsenen sehr viel Freude bereitet, möchte ich behaupten! Fackelwanderung, Kürbissuppe, Lagerfeuer, Sagen und Lieder ... und der Vollmond am klaren Abendhimmel. Wie schön!
Ina Schmitt
www.mit-ina-unterwegs.de


