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Kaiserslautern - Eine Stadt im Zeichen des Fisches

Wer sich im gesamten Stadtgebiet von Kaiserslautern mal näher umgesehen hat, dem sind sicher an diversen Stellen einige sehr kunstvoll gestaltete Fischskulpturen aufgefallen. Der Fisch stellt das Wappen der Stadt dar und ist auf eine Sage zurückzuführen. So soll im November des Jahres 1497 im Kaiserwoog ein recht ungewöhnlich großer und schwerer Hecht gefangen worden sein. Dieser wies ein Gewicht von 350 Pfund und eine Länge von 5,7 m auf. Außerdem habe der Hecht ein Kettchen mit einem Kupferring um den Hals getragen, dessen Inschrift lautete:

„Ich bin der Fisch, so am ersten unter allen in den See getan worden durch des Kaisers Friedrich des Anderen Händ den 5. Weinmonat im Jahre eintausendzweihundertunddreißig.“


Mit der Erwähnung Friedrich des Anderen ist der Enkel Barbarossas gemeint. Schließlich brachte man das Tier in die kurpfälzische Hauptstadt Heidelberg. Dort wurde es von dem damaligen Kurfürsten Philipp verzehrt. Der Kupferring wurde nachfolgend für lange Zeit in der kurfürstlichen Schatzkammer aufbewahrt.

Das besagte Gewässer existiert übrigens leider nicht mehr. Im 18. Jahrhundert wurden im Stadtgebiet zahlreiche Teiche trocken gelegt. Darunter auch der Kaiserwoog.

Dem Wahrheitsgehalt der Sage schenkt man heute bedingt glauben. Die Kette mit der Inschrift ist zwar heute nicht mehr präsent, wird aber in vielen Quellen als damalig existent erwähnt. Ob es sich dabei um eine Fälschung handelte bleibt ungewiss. Zusätzlich weisen Hechte im besten Falle eine Länge von 1,5m auf. Es gibt auch Vermutungen, die nicht auf einen Hecht, sondern auf einen Karpfen schließen lassen. Jedenfalls wurde der Fisch relativ schnell in das Wappen der Stadt Kaiserslautern integriert.

Anlässlich des 725. Geburtstages der Stadt, wurden über 240 große, farbenfrohe und individuell gestaltete Fischskulpturen von dem Künstler Karl Seiter geschaffen, die noch heute das gesamte Stadtbild zieren. In der Vergangenheit wurden dabei auch Rundgänge zu den schönsten Skulpturen angeboten. Einige dieser Standbilder wurden bereits mit großem Erfolg versteigert.

 
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