Der Pfälzerwald

Der Pfälzerwald

Der Pfälzerwald erstreckt sich von den Nordvogesen in östlicher Richtung bis zum Rhein und gilt als das größte zusammenhängende Waldgebiet Deutschlands. 80% des Naturraumes ist bewaldet. Ein Vergleich: In der Bundesrepublik belaufen sich die bewaldeten Flächen auf lediglich 30%. Im Pfälzerwald überwiegt der Anteil an Nadelhölzer mit etwa 70%. Dieser Prozentsatz ist allein durch den Eingriff des Menschen zu begründen. Ohne jeglichen anthropogenen Einfluss hätte sich vermutlich ein dichter Eichen-Buchenwald bilden können.

Eine zu starke kulturelle Bewirtschaftung führt zudem immer mehr zu einer Verkargung der Böden. Dies betrifft insbesondere das Gebiet rund um die Haardt. Um eine schnelle Bewaldung zu erzielen, fand nach dem zweiten Weltkrieg hier eine rasche Aufforstung von anspruchslosen und schnellwüchsigen Kiefern- und Douglasien-Bäumen statt. Der Laubwaldanteil wird heute jedoch systematisch wieder erhöht.

Als besondere Baumart des Pfälzerwaldes gilt die Esskastanie (Castanea sativa), die gemeinsam mit dem Weinanbau weite Gebiete eroberte. Das harte und robuste Holz wurde vorwiegend zur Herstellung von Weinfässern und Weinbergpfählen genutzt.

Geologisch ist der Pfälzerwald überwiegend der Bundsandsteinformation zuzuordnen. Der meist rötliche Buntsandstein stellte damals einen wichtigen Baustoff der Region dar. Die grundsätzliche Formation ist jedoch, wie auch die gesamten Mittelgebirge, der variskischen Gebirgsbildung zuzuschreiben.

 

Geographisch gliedert sich der Pfälzerwald in drei Gebiete:

Der nördliche Pfälzerwald
Das Isenachtal, das obere Hochspeyerbachtal sowie die Lauter gelten als Abgrenzung zum mittleren Pfälzerwald. Der Waldanteil ist im Gegensatz zu den anderen Gebieten vergleichsweise gering. Der nördliche Pfälzerwald ist zwar der kleinste Teil, bietet aber mit Kaiserlautern die Einwohner stärkste Stadt.

Der mittlere Pfälzerwald
Der mittlere Teil des Pfälzerwaldes ist bekannt für seine bedeutungsvollen Erhebungen. Die Kalmit bildet mit 637 m die höchste Stelle des Naturraumes. Von Westen nach Osten nehmen die Erhebungen grundsätzlich zu. Das Gebiet ist dünn besiedelt und umfasst die größte bewaldete Fläche des Pfälzerwaldes.

Der südliche Pfälzerwald
Der südliche Pfälzerwald wird durch das Queichtals und den Lamsbach begrenzt. Hier erstreckt sich das Dahn-Annweilerer-Felsenland mit seinen berühmten außergewöhnlichen Felsenformationen.

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