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Standenbühl

Die Ortsgemeinde Standenbühl gehört dem Donnersbergkreis an und zählt etwa 240 Einwohner. Der Name „Standenbühl" wird aus „steiniger Bühl" hergeleitet. Der kleine Ort war zunächst im Besitz des Raugrafen von Alten- und Neuenbaumburg bis er schließlich im Jahre 1300 an Otto von Bolanden, der zugleich, gemeinsam mit seiner Gemahlin, alle sein Anteile an den Grafen Phillipp von Sponheim  verpfändete.

Eine regional wichtige Rolle kam der Vogtei in Standenbühl zu, die dem Kloster Münsterdreisen angehörte. Daneben beanspruchte auch das Kloster Limburg einige Besitztümer und Rechte. Im Mittelalter durchzog eine viel genutzte Geleitstraße den Ort. Sie führte von Langmeil über Kloster Münsterdreisen und Bolanden bis nach Alzey.

Im Zuge der Reformation wurde Standenbühl mit Bolanden vereinigt und in das Verwaltungsgebiet der Kurpfalz  integriert. Ab 1706 gehörte der Ort zum Oberamt Alzey.

Zwischen 1807 und 1811 ließ Napoleon die bedeutsame Kaiserstraße erbauen, die auch durch Standenbühl führte. Somit wurde der Ort französische Postation. Nach alten Überlieferungen soll der Kaiser mindestens zwei Mal selbst Standenbühl besucht haben. Bis heute hat Standenbühl den Charakter eines typischen Straßendorfs beibehalten. Zudem ist der Ort Teil des Jakobswegs „Zellertal", der von Worms beginnend nach Standenbühl führt.