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Nachtrag zur Pilzexkursion

Die „Pilzexkursion der besonderen Art“ fand ich so interessant, dass ich sie Ihnen gern für das nächste Jahr empfehlen möchte. Termin und Ort (im Pfälzerwald) stehen ab ca. Mitte Juli 2010 fest. Hier der Presseartikel – zum Neugierig-werden:

Rückblick: „Pilzexkursion der besonderen Art“ am 26.09.09

 

Der Kiefernporling wird in Asien als

Der Kiefernporling wird in Asien als Heilpilz verwendet

 

„Der Hallimasch ist übrigens das größte Lebewesen der Erde!“ erfuhren die Teilnehmer der diesjährigen „Pilzexkursion der besonderen Art“ am Billesweiher (Nähe 67680 Neuhemsbach) von dem Leiter der Exkursion, dem Pilzforscher Dr. Marc Stadler.

Trotz des relativ trockenen Wetters fanden wir, kaum dass wir ein paar Schritte in den Wald unternahmen, eine große Artenvielfalt an Pilzen, wenn auch nicht immer solche, die als essbar gelten. Doch darum ging es auch gar nicht in erster Linie. Mit großer Fachkenntnis ließ uns Dr. Stadler eintauchen in die Welt der Pilze, die längst nicht vollständig erkundet ist und uns immer weiter zu neuen Erkenntnissen führt. Wir lernten viel über die bereits erforschten Wirkstoffe aus Pilzen für Medizin und Industrie. So zum Beispiel, dass ein bekanntes Chemieunternehmen aus dem unscheinbaren breitblättrigen Samttrübling, den wir am Wegrand fanden, ein - mittlerweile synthetisch herstellbares - Pflanzenschutzmittel entwickelt hat; dass Wirkstoffe aus Pilzen längst als Antibiotika Einsatz finden und dass der Kiefernporling (siehe Foto) bei den Asiaten als Heilpilz verwendet wird.

Es gibt Pilze, die nach Rettich riechen und als „Rettichhelmlinge“ bezeichnet werden (im letzten Jahr hatten wir bereits den Knoblauchschwindling gefunden). Es gibt Pilze, die danach bezeichnet werden, wie sie aussehen – Risspilze, Sprödblättler...

Ein morscher Ast mit kleinen „Knubbeln“ ließ uns für eine Weile stillstehen: „Bei den Baumpilzen tut sich noch ein riesen großes Forschungsgebiet auf“, erklärte Dr. Stadler. Viele Pilze entdecke man erst im Labor. Im Wald (auf dem Holz oder in den Pflanzen) seien sie mit bloßem Auge oft gar nicht sichtbar. – Nebenbei erwähnte er auch das mögliche Pilzvorkommen im eigenen Heim, das nicht selten zu Allergien führe.

Grünblättriger Schwefelkopf, netzstieliger Hexenröhrling, Lackbläulinge, Faltentintlinge – unser Weg hatte wirklich viel zu bieten, wenn man nur genau hinschaute! Manche Pilze wirken in Verbindung mit Alkohol toxisch, bei manchen wird die giftige Wirkung durch das Einlegen in Alkohol unterbunden und sie lassen sich als Geschmacksverstärker in Schnaps einsetzen (Russland).

Und es gibt Pilze, die sehr fein schmecken, z.B. das „Kuhmaul“. Dieser Pilz soll laut Dr. Stadler noch besser munden, als der Sommersteinpilz, den wir ebenfalls entdeckten.

Einen besonders leckeren Pilz fand einer der Teilnehmer gleich zu Anfang unserer Exkursion:
die Krause Glucke. „Ein sehr feiner Speisepilz!“, meinte auch Herr Dr. Stadler.
Aber von Sand befreien sollte man ihn schon, sonst knirscht es zwischen den Zähnen!

Die nächste Pilzexkursion für das nächste Jahr ist schon angedacht. Zeit und Ort werden im Laufe des Sommers 2010 auf www.mit-ina-unterwegs.de bekannt gegeben.

Für mich hat diese Exkursion wieder einmal verdeutlicht:

Die Natur besitzt alles, was wir Menschen brauchen, um ein Menschenleben zu ermöglichen.
Wir sollten sie (wieder) schätzen lernen!

Ina Schmitt
Im September 2009

 
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