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Burg Gräfenstein (Merzalben, Südwestpfalz) - Burg des Monats März 2009 |
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Autor: Jürgen Keddigkeit
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Die Oberburg gilt als der älteste Teil der ovalen Wehranlage und dürfte mit jener Burg identisch sein, die 1237 in einer leiningischen Teilungsurkunde erstmals fassbar wird. Eventuelle frühere Besitzverhältnisse und das Erbauungsdatum des Gräfenstein, also die Zeit vor dem genannten Jahr, sind bisher ungeklärt. Allgemein wird angenommen, die Wohn- und Wehranlage sei als Ersatz für die möglicherweise 1168 von Kaiser Friedrich I. Barbarossa gebrochene, nahe gelegene Burg Steinenschloss am Grenzpunkt der drei Diözesen Speyer, Worms und Metz an der Wende des 12. und 13. Jahrhunderts errichtet worden. Dafür gibt es jedoch weder urkundliche noch archäologische Belege.
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Reichsburg Wolfstein (Wolfstein, Landkreis Kusel) - Burg des Monats April 2009 |
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Autor: Jürgen Keddigkeit
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Die Reichsburg Wolfstein wurde erstmals im Jahre 1275 anlässlich der Gründung der Stadt Wolfstein erwähnt, doch ist die Anlage erheblich älter. Es wird allgemein und mit einer gewissen Berechtigung angenommen, die Burg sei nach der Mitte des 12. Jahrhunderts, im Anschluss an den Ausbau der Reichsburg Kaiserslautern durch Fried rich I. Barbarossa zur Sicherung und Verwaltung des Königslandes entstanden, jedoch gibt es für diese These bisher weder archäologische noch urkundliche Nachweise. 1282 wurde die Burg bei Wolfstein erneut (zweimal) erwähnt, als Heinrich (III.) von Hohenecken und seine Frau Margarethe mit Genehmigung des Königs eine Wiese unterhalb der Burg veräußerten.
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Ruine Breitenstein (Breitenstein, VG Lambrecht) - Burg des Monats Mai 2009 |
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Autor: Jürgen Keddigkeit
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Historische Fakten über die frühe Geschichte von Burg Breitenstein sind unbekannt. Weder sind wir über den Zeitpunkt der Errichtung noch über den oder die Erbauer unterrichtet. Allgemein werden das Reich, die Bischöfe von Speyer und meist im Anschluss an Johann Georg Lehmann die Grafen von Leiningen als Burggründer vermutet.
Letztere These wird durch die Tatsache untermauert, dass der erste bekannte Ministeriale, der sich 1257 nach der Burg benannte und erneut 1262 sowie 1265 urkundlich erwähnt wurde, ein Gefolgsmann der Grafen von Leiningen war. Ritter Burkhard von Breitenstein war Angehöriger einer Ministerialenfamilie, deren Mitglieder sich auch nach anderen Wohn- oder Amtssitzen, nämlich „von Friesenheim“ und „von Kropsberg“ benannten.
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Kleinfrankreich (VG Dahner Felsenland) - Burg des Monats August 2009 |
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Autor: Rolf Übel, Landau
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Die frühe Geschichte der Anlage ist ungeklärt, insbesondere ist das Entstehungsdatum unbekannt, denn für das in der Literatur häufi ger genannte Erbauungsdatum 1484 gibt es keinen konkreten Beleg. Allerdings lassen Bauform sowie der zeitgleiche Um- und Ausbau des Berwartsteins durch Hans von Trotha eine Entstehungszeit gegen Ende des 15. Kleinfrankreich Jahrhunderts möglich erscheinen. 1511 wird der Turm als „Thurm Frankreich“ in einem Vertrag zwischen Kurpfalz und Christoph von Trotha, dem Sohn des mutmaßlichen Erbauers, genannt. Erwähnt werden der Turm, die Gebäude, die Zugehörungen und der Berg, auf dem er steht.
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Burgruine Guttenberg (VG Bergzabern, Otterbach) - Burg des Monats September 2009 |
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Autor: Rolf Übel, Landau
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Der Burgberg von Guttenberg war möglicherweise Standort einer römischen Höhensiedlung in der Nähe einer vermuteten Römerstraße. Ob ein anlässlich einer Schenkung der Brüder Rapodo, Hartmann und Otto von Lobdeburg aus dem thüringischen Geschlecht der Herren von Lobdeburg (Rapodo wurde 1167 Bischof von Speyer) an das Zisterzienserkloster Eußerthal als Zeuge aufgeführter „Landolf von Guttenburg“ tatsächlich, wie bisher geschehen, auf die pfälzische Burg bezogen werden kann, muss mit einem dicken Fragezeichen versehen werden (UBBfSP 1, Nr. 101, S. 116: ... Landolfo viro ingenuo de Gudenburc).
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Frankenstein (VG Hochspeyer) - Burg des Monats Oktober 2009 |
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Autor: Jürgen Keddigkeit
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Der Frankenstein, an den alten Grenzen der Diözesen Worms und Speyer errichtet, gilt als eine der ältesten Burgen im Bereich des Pfälzerwaldes. Die Nennung des Helenger von Frankenstein zur Mitte des 12. Jahrhunderts lässt den Schluss zu, dass die ersten Anfänge der Burg um diese Zeit zu suchen sind. Dieser Helenger und seine in der Vorderpfalz begüterten Nachkommen waren noch in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts im Lehnsbesitz der Burg. Namentlich bekannt – meist als leiningische Zeugen und Lehnsleute genannt – sind vom 12. bis zur Mitte des 14. Jahrhunderts zahlreiche Mitglieder dieser Familie.
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Lichtenberg (Thallichtenberg, VG Kusel) - Burg des Monats November 2009 |
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Autor: Hans-Joachim Kühn / Christel Bernard
Der nicht gerade seltene Name der Burg – er kommt an die 20 Mal in Deutschland vor – lautete stets Lichtenberg, was eine kahle, baumarme Geländeerhebung meint und auf eine Rodung hindeutet. Der Name dürfte vom Berg auf die Burg übergegangen sein.
Die Geschichte der Burg ist bisher nur unzulänglich aufbereitet, da die Schriftquellen bislang nur unvollständig erschlossen sind. Insbesondere eine Auswertung der erhaltenen umfänglichen Rechnungen des Amtes Lichtenberg ließe detaillierte Hinweise zur Baugeschichte erwarten. Unser historisches Wissen nimmt sich im Vergleich zur Fülle des erhaltenen Baubestandes und zur historischen Bedeutung der Anlage als Verwaltungsmittelpunkt ziemlich bescheiden aus. Zudem geht es in den allermeisten Urkunden in erster Linie um Angelegenheiten, die Herrschaftsrechte und Liegenschaften betreffen, aber kaum Rückschlüsse auf die (Bau)Geschichte der Burg zulassen.
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Wildenstein (Gem. Dannenfels) - Burg des Monats Dezember 2009 |
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Autoren: Ulrich Burkhart und Stefan Ulrich
1186 und 1187 taucht in Reichsitalien, 1194 in Aachen und vor allem auf dem Trifels ein Henricus de Wildenstein in der engeren Umgebung des Stauferherrschers Heinrichs VI. auf. Bereits Johann G. Lehmann machte auf das Problem der Identifikation bzw. Zuordnung jenes Heinrich von Wildenstein zu Recht aufmerksam. Im Mai 1194 ließ Kaiser Heinrich VI. auf dem Trifels drei Urkunden ausfertigen, in denen jener Wildensteiner als Zeuge zusammen mit einer Reihe anderer pfälzischer Reichsministerialen bzw. Speyerer Ministerialen genannt wird. Es ist nicht ganz auszuschließen, dass es sich bei ihm um den Inhaber der Burg am Donnersberg handelt. Seine Positionierung in den Zeugenlisten spricht jedoch ebenso eher dagegen wie die Tatsache, dass die Anlage zumindest in der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts dem Besitzkonglomerat der Reichsministerialen von Bolanden zuzurechnen sein dürfte. Ein Heinrich taucht unter den ersten bekannten Vertretern dieser Familie im 12. Jahrhundert nicht auf.
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